Volleyball: Mit „passiver Bewegung“ das Saisonziel klargemacht…

Am 19.02. stand für die Megazweite des SV Altenhagen I der Erfolg der letzten sieben Monate auf dem Spiel. Im letzten Saisonspiel der „Hobbyliga D“ ging es um Alles oder Nichts.

Ein kurzer Rückblick: mit neuem Spielsystem wollte die Mannschaft in ihrer zweiten Saison den Aufstieg oder die Relegation zum Aufstieg in die „Hobbyliga C“ angreifen. Nach etwas holperigem Saisonstart war schnell klar, dass ein Aufstieg nur über die Relegation erreichbar sei. Zu stark war die Mannschaft aus Rethmar, die die Tabellenführung zu keinem Zeitpunkt der Saison abgegeben hat. Nachdem die zweite Mannschaft des SVA sich eingespielt hatte, gab es einige Erfolge, so dass der Relegationsplatz noch in der Hinrunde erobert werden konnte. In der Rückrunde schlichen sich jedoch zwei unnötige Unentschieden ein, so dass der ärgste Konkurrent in der Tabelle wieder aufschließen konnte.

So kam es, dass am vorletzten Spieltag ein enormer Druck auf der Mannschaft um Trainer Thorsten Meyer lastete: beim souveränen Tabellenführer, der in der gesamten bisherigen Saison nur einen Satz verloren hatte, sollte mindestens ein Unentschieden her. Nur so würde man im letzten Spiel nicht unter absolutem Zwang stehen, gewinnen zu müssen. Außerdem war man darauf angewiesen, dass eben jener Tabellenführer nicht gegen den ärgsten Konkurrenten, den Hannoverschen VV, verlieren würde. Nach einem packenden Unentschieden im „Schicksalsspiel“ gegen Rethmar begann das große Zittern.

Als das Ergebnis des Spiels Rethmar gegen Hannoverscher VV bekannt war, war bei den Spielern die Erleichterung groß: durch einen Sieg des Tabellenführers reichte der Megazweiten ein Unentschieden beim Tabellenletzten TuS Wettbergen. Dem Trainer war jedoch nicht nur nach Lachen zumute: zu oft haben Mannschaften in solchen, vermeintlich einfachen, Situationen schon Nerven bewiesen und nichts mehr „auf Kette“ bekommen.

Mit großer Zuversicht gemischt mit ein wenig Sorge startete man am Dienstagabend also in fremder Halle in die Mission „Saisonziel perfekt machen“. Aber es zeigte sich, dass alle Befürchtungen unnötig gewesen waren: zum ersten Mal in der Saison spielte die Mannschaft von Beginn an souverän. So wurden die ersten beiden Sätze deutlich mit 25:15 und 25:12 gewonnen. Somit war das notwendige Unentschieden sicher und erster Jubel brandete auf. Als im dritten Satz die Aufstellung ein wenig variierte und Konzentration drohte, verloren zu gehen, sah sich der Trainer gezwungen, die Spieler aufzurütteln. Ein, auf den ersten Blick unverständlich anmutendes, „denkt verd…. nochmal an die passive Bewegung“ donnerte durch die Halle. Ob der Gegner sich hierdurch verwirren ließ oder die die eigenen Spieler diese Anweisung sofort umzusetzen vermochten, wird wohl auf ewig ein Mysterium bleiben. Fakt ist jedoch, dass in Folge auch der dritte Satz mit 25:15 gewonnen wurde.

Die anschließenden Feierlichkeiten wurden recht kurz gehalten, schließlich geht es nun Ende März und Anfang April in die Relegation. Gegner wird voraussichtlich der STK Eilvese aus Neustadt a.Rbge sein. Die Vorbereitung auf diese „Saisonverlängerung“ begann bereits am nächsten Tag.

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